In meiner Praxis führe ich eine leitliniengerechte Autismus-Diagnostik durch. Ich berücksichtige dabei auch geschlechtsspezifische Aspekte.
Die Diagnostik ist nach etablierten Behandlungs- und Diagnostikleitlinien multimodal, mehrstufig und individuell.
Dabei werden etablierte klinisch-psychologische Testverfahren, strukturierte Interviews, anamnestische Informationen und ggf. fremdanamnestische Informationen genutzt. Zur Validierung und Objektivierung der Diagnose werden nach Möglichkeit auch Schulzeugnisse und Entwicklungsberichte genutzt.
Weiterhin ist die differentialdiagnostische Abgrenzung zentral. Die Autismus-Symptomatik überschneidet, v.a. bei sog. "hochfunktionalem" Autismus stark mit anderen Diagnosen wie z.B. ADHS, Persönlichkeitsstörungen, Bindungsstörungen. Daher ist es notwendig alternative Erklärungen für die Symptomatik mitzuberücksichtigen, damit Sie auch die richtige Behandlung erhalten.
Darüber hinaus ist es wichtig, die Maskierung der Autismus-Symptomatik zu berücksichtigen, da gerade im Erwachsenenalter häufig bereits eine Reihe von Strategien entwickelt wurden um sich neurotypisch anzupassen.
Neuropsychologische Testverfahren oder (neuro)biologische Methoden (z.B. EEG) werden nicht genutzt, da diese nicht dem aktuellen wissenschaftlichen Standard entsprechen.
Die Diagnosestellung findet nach ICD-10 statt. Der neuere diagnostische Standard nach ICD-11 und DSM-V ("Autismus-Spektrum") wird dabei ebenfalls einbezogen um der Komplexität der Diagnose und insbesondere hochfunktionalem Autismus im Erwachsenenalter gerecht zu werden.
NOTFÄLLE: In dringenden Fällen wenden Sie sich an das Zentrum für Integrative Psychiatrie Kiel.