Diagnostik von ADHs

 

 

In meiner Praxis führe ich eine leitliniengerechte ADHS- bzw.  ADS-Diagnostik durch. Ich berücksichtige dabei auch geschlechtsspezifische Aspekte (ADHS bei Frauen).

 

Die Diagnostik ist nach etablierten Behandlungs- und Diagnostikleitlinien multimodal, mehrstufig und individuell.

 

Dabei werden etablierte klinisch-psychologische Testverfahren, strukturierte Interviews, anamnestische Informationen und ggf. fremdanamnestische Informationen genutzt. Zur Validierung und Objektivierung der Diagnose werden nach Möglichkeit auch Schulzeugnisse und Entwicklungsberichte genutzt.

 

Weiterhin ist die differentialdiagnostische Abgrenzung zentral. Die ADHS-Symptomatik überschneidet sich auch mit anderen Diagnosen wie z.B. Autismus, Persönlichkeitsstörungen, Anpassungsstörungen. Daher ist es notwendig alternative Erklärungen für die Symptomatik mitzuberücksichtigen, damit Sie auch die richtige Behandlung erhalten. 

 

Des Weiteren werden auch mögliche Kompensationsstrategien (z.B. Anpassung des Alltags, Perfektionismus) oder Kompensationsmöglichkeiten (z.B. hoher IQ) berücksichtigt. 

 

Neuropsychologische Testverfahren (z.B. Aufmerksamkeitstests) oder (neuro)biologische Methoden (z.B. EEG, Neurofeedback) werden nicht genutzt, da diese nicht dem aktuellen wissenschaftlichen Standard entsprechen. 

 

Die Diagnosestellung findet nach ICD-10 statt. Der neuere diagnostische Standard nach ICD-11 und DSM-V wird dabei ebenfalls einbezogen um der Komplexität der ADHS-Diagnose im Erwachsenenalter gerecht zu werden.